Familienzentrierte Intensivmedizin

​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​Liebe Angehörige und Freunde unserer kritisch kranken Mitmenschen,

nicht nur die schwere Erkrankung, sondern auch die Intensivtherapie selbst, ist für unsere kritisch kranken Patienten eine erhebliche Belastung. Das Gefühl, ausgeliefert zu sein, die ungewohnte Umgebung auf einer Intensivstation und die Ungewissheit über die Genesung stellen eine erhebliche Belastung dar.

Bei der Versorgung unserer kritisch kranken Patienten hat die Unterstützung durch Familie und Freunde eine große Bedeutung. Unser Ziel ist es, dass Sie nicht nur Gäste sind, sondern dass Sie sinnvoll und aktiv an der Versorgung Ihrer Angehörigen mitwirken können.

Wie können Sie mitwirken?

Flexible Besuchszeiten: Neben unseren regulären Besuchszeiten können Sie in enger Abstimmung mit unserem Behandlungsteam jederzeit zu Ihren Angehörigen auf die Intensivstation kommen. 

Dabei können sie mehr tun als Ihr Mitleid zum Ausdruck zu bringen:​

  • Berichten Sie von schönen Momenten oder Dingen aus dem Alltag.
  • Bringen Sie ein Buch mit, um es vorzulesen.
  • Stellen Sie gern gehörte Musik zusammen, um sie abzuspielen.
  • Bringen Sie aufmunternde Bilder zum Beispiel von nahe stehenden Personen oder Tieren mit, um sie in der Nähe des Krankenbettes zu platzieren.
  • Wirken sie mit bei der Pflege Ihrer Angehörigen. Aus hygienischen aber auch medizinischen Gründen ist dabei die enge Absprache mit unseren Pflegekräften wichtig.  
  • Gibt es ein nahe stehendes Haustier? Gern versuchen wir auch dessen Besuch zusammen mit Ihnen zu ermöglichen. Da hierfür eine gewisse logistische Organisation erforderlich sein kann, sprechen Sie diesen Wunsch bitte vorher mit der Leitung des Behandlungsteams ab.
  • Kommen Sie mit Ihren eigenen Ideen und Wünschen gern auf uns zu. 

Optimierte Kommunikation: Wir möchten Ihnen eine optimimale Kommunikation anbieten. Unsere erfahrenen Ärzte führen klärende Gespräche in einer möglichst ruhigen Atmosphäre. Seien Sie gern offen mit Ihren Fragen aber auch Kritikpunkten, damit wir diese mit Ihnen verständlich besprechen können. Darüber hinaus können Sie Ihre Anliegen auch telefonisch an uns richten. Hierfür sind wir über die Telefonnummer 0341 97-12705 für Sie erreichbar.

Interdisziplinäre Visiten: Gern können Sie an unseren interdisziplinären Visiten teilnehmen, um die medizinischen Probleme Ihres erkrankten Angehörigen oder Freundes besser nachvollziehen zu können. Sprechen Sie uns gern mit den für Sie verbliebenen Fragen an.

Interdisziplinäre Familienkonferenz: Bei mehreren Familienmitgliedern kann eine Familienkonferenz nötig werden, um medizinische Informationen besser zu kommunizieren und auch, um die Wert- und Wunschvorstellungen unserer schwerkranken Patienten zu besprechen.

Interdisziplinäre Familienbetreuung: Gern stellen wir Ihnen zu Ihrer Unterstützung einen Seelsorger, Psychologen oder Sozialarbeiter zur Seite. Bei Bedarf sprechen Sie uns jederzeit an.

Proaktive Konsultation zur Palliation: Trotz moderner intensivmedizinischer Behandlungsmöglichkeiten gelingt eine Genesung leider nicht immer. Darüber hinaus haben wir alle die Pflicht, die Wert- und Wunschvorstellungen unserer schwerkranken Mitmenschen zu respektieren und zu akzeptieren. So gehört auch die Palliation zum Alltag der Intensivmedizin. Das bedeutet nicht, den kranken Patienten aufzugeben, sondern Im Sinne seiner Werte und Wünsche für ihn das Bestmögliche zu tun.

Information und Bildungsangebote zu intensivmedizinischen Aspekten: Wir erklären Ihnen gern intensivmedizinische Themen, die Sie noch mehr verstehen möchten. Für alternative Informationsquellen sprechen Sie uns bitte an.


Wir optimieren unsere Bemühung stets weiter. Dabei können gerade auf einer Intensivstation mit zahlreichen lebensbedrohlich erkrankten Menschen auch Fehler passieren. Ihre Anregungen und Kritikpunkte sind dabei sehr hilfreich. Kommen Sie mit Ihren Anliegen bitte auf uns zu. Danke!

Das Intensivtagebuch

Intensivtagebücher werden seit den 1980er Jahren als patienten- und angehörigenfreundliche Nachsorgemaßnahme eingesetzt, um Risiken für körperliche oder mentale Beeinträchtigungen nach einem Intensivaufenthalt aufzuarbeiten.

Unser Intensivtagebu​ch​ ist in Form eines Hefters aufgebaut, der Sie automatisch durch das Tagebuch führt und Raum für persönliche Einträge und Gedanken lässt.

Unser Behandlungsteam, ist jederzeit bemüht, ein Intensivtagbuch anzulegen. Nähere Informationen finden Sie in unseren Informationsflyer.

Gern sprechen Sie und jederzeit an.


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Um die Gestaltung zu vereinfachen haben wir in diesem Text auf Gendern verzichtet. Wir bitten Sie um Verständnis. 
Liebigstraße 20, Haus 4
04103 Leipzig
Telefon:
0341 - 97 12700
Station:
0341 - 97 12705
Fax:
0341 - 97 12719
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