Sie sind hier: Skip Navigation LinksKlinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin

Funktionsbereich für pädiatrische Nephrologie und Transplantationsmedizin

​​​​Unser Team betreut Kinder und Jugendliche mit angeborenen oder erworbenen, akuten und chronischen Nierenkrankheiten sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich. Systemerkrankungen mit Nierenbeteiligung  - beispielsweise aus dem rheumatischen Formenkreis werden hier diagnostiziert und behandelt. Wir können alle gängige „Akutdialyseverfahren" durchführen. Zusätzlich bieten wir die Vorbereitung und Listung bei Eurotransplant, die perioperative Betreuung und die Nachsorge nach stattgehabter Nierentransplantation an.  Auch Nierentransplantationen vor Dialysebeginn und durch Organspende von Angehörigen sogenannte „Lebendnierenspenden“ werden von uns begleitet.

Wir arbeiten nach den Richtlinien der Gesellschaft für Pädiatrische Nephrologie (GPN) und beteiligen uns an klinischen Studien und Register unserer Fachgesellschaft.

Unsere Sprechstunde

Sprechstundenzeiten: 

Montags:    12:00 bis 19:30 Uhr (nur ungerade Kalenderwochen)
Mittwochs:  8:00 bis 14:30 Uhr sowie
Freitags:      8:00 bis 15:30 Uhr und nach Vereinbarung


Terminvereinbarung oder Rezeptwünsche bevorzugt unter:
Kindernephrologie@medizin.uni-leipzig.de​


Schwerpunkt unserer Sprechstunde ist die zügige Diagnostik und gezielte Therapie von angeborenen oder erworbenen Nierenkrankheiten. Ziel unserer Arbeit ist die Minimierung von Nierenschädigungen und der möglichst langfristiger Erhalt der Nierenfunktion.

Die häufigsten Vorstellungsgründe in dieser Spezialsprechstunde sind:

  • ​Angeborene Fehlbildungen der Nieren und der ableitenden Harnwege: Nierendysplasie, Nierenagenesie, zystische Nierenerkrankungen bzw. Nephronophtise
  • Angeborene Harntransportstörungen und Blasenentleerungsstörungen
  • Komplizierte oder wiederkehrende Harnwegsinfektionen
  • Abklärung bei blutigem Urin (Hämaturie)
  • Abklärung bei Eiweißverlust über dem Urin (Proteinurie)
  • Nephrotisches Syndrom (idiopathisch, kongenital)
  • Glomerulonephritiden
  • ​Syndrome mit Nierenbeteiligung (z. B. Alport-Syndrom, Denis-Drash-Syndrom, Fraisier-Syndrom, Tuberöse Sklerose, Bardet-Biedl-Syndrom)
  • ​Angeborene und erworbene tubuläre Nierenerkrankungen (Fanconi-Syndrom, Renale tubuläre Azidose, Phosphatdiabetes, Diabetes insipidus renalis, tubuloiinterstitielle Nephritis)
  • Systemerkrankungen mit Nierenbeteiligung (Lupus erythematodes, Purpura Schönlein-Henoch bzw. IgA-Nephropathie, Wegener Granulomatose, Goodpasture Syndrom)
  • Stoffwechselerkrankungen mit Nierenbeteiligung (Zystinose, Zystinurie, Oxalose)
  • Nierensteine und Nephrokalzinose
  • Akute Niereninsuffizienz (Hämolytisch-urämisches-Syndrom, Akute Tubulusnekrose)
  • Chronische Niereninsuffizienz
  • ​Perioperative Behandlung von Kinder bei Nierentransplantation
  • ​​Transplantationsnachsorge
  • Arterielle Hypertension​
Folgende diagnostische und therapeutische Möglichkeiten gehören in unser Leistungsspektrum:
  • Nierensonographie
  • Miktions-Cysto-Ureterographie (MCU)
  • Nierenszintigraphie (MAG-3 und DMSA) ambulant und ohne Sedierung
  • MR-Urographie mit und ohne Narkose
  • Urodynamische Untersuchungen (Uroflowmetrie, Beckenboden-EMG, Cysto-Manometrie)
  • Perkutane Nierenbiopsie in Analgosedierung
  • Ambulante 24h -Blutdruckmessung
  • Transplantationsvorbereitende Untersuchungen vor geplante Nierentransplantation
  • Vorbereitung auf Nierenspende von Eltern/Verwandten an Kindern
  • "Notfalldialyseverfahren" bei akutem Nierenversagen, bei ​​​Stoffwechselentgleisung oder bei Vergiftung
  • Aphereseverfahren

Es bestehen enge Kooperationen mit den Kolleginnen und Kollegen der Kinderchirurgie, des Kontinenzzentrums, der Kinderradiologie und der Nuklearmedizin unseres Universitätsklinikums, um eine bestmögliche Versorgung der uns anvertrauten Kinder zu gewährleisten.

Urodynamische Untersuchungen sowie operative Eingriffe an den Nieren und an den Harnwegen werden durch das Team der Kinderchirurgie vorgenommen. Bei der Behandlung unserer Patienten ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Kollegen der pädiatrischen Intensivstation, des Stoffwechselteams, der Kinderendokrinologie, der Kinderkardiologie, der Kinderonkologie, der Kinderrheumatologie, der Kindergastroenterologie sowie der Neuropädiatrie für uns selbstverständlich.  Ernährungstherapeuten, Sozialarbeiter und Kinderpsychologen stehen uns ebenfalls zur Seite.

Die Beratung und die Vorbereitung einer Transplantation mit Verwandtenspender erfolgen in enger Kooperation mit dem Transplantationszentrum Leipzig, mit der Klinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie und mit der Klinik und Poliklinik für Endokrinologie, Nephrologie, Rheumatologie am Universitätsklinikum Leipzig. Die perioperative Versorgung und die Transplantationsnachsorge erfolgen durch unser Team in der Kinderklinik.

Kinder, die einer chronischen Dialyse zugeführt werden müssen, werden an den​ KfH-Kinderdialysezentren in Leipzig oder in Jena​  weiter betreut.

Unser Team





​​

B
EREIC​HSLE​ITERIN​​​​

Dr. med. (Univ. Pécs) Katalin Dittrich
​Fachärztin für Kinder- und JugendmedizinSchwerpunkt Kinder-Nephrologie, Zusatzbezeichnung Kinder-Rheumatologie
Hypertensiologin DHL
Bereichleiterin Kinder-Nephrologie und Transplantationsmedizin am UKL


ÄRZTLICHES TEAM​​

​​Dr. med. Lea Maria Merz​
Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin

​Dr. med. Olga Hempel (aktuell Elternzeit)
Ärztin in Weiterbildung Kinder- und Jugendmedizin

Dr. med. Nora Liebmann​
Ärztin in Weiterbildung Kinder- und Jugendmedizin

Emilia Marczak​
Ärztin in Weiterbildung Kinder- und Jugendmedizin

​​

​Pflegerisches Team

​Christiane Gemander
Kinderkrankenschwester​

Aileen Bartz
Kinderkrankenschwester​

Kontakt

E-Mail: Kindernephrologie@medizin.uni-leipzig.de​

Telefon: 0341 - 97 24112   
Fax:      0341 - 97 28230

Terminvereinbarung oder Rezeptwünsche bevorzugt unter:
Kindernephrologie@medizin.uni-leipzig.de​


Telefonische Befundauskunft:
Dienstags:   10:00 bis 14:00 Uhr unter 0341 - 97 24112

Kindernephrologisches Notfalltelefon 0151 55019299 
für unsere Stammpatienten 24/7.

FAQ- Häufig gestellte Fragen

Ich habe einen Termin in der Sprechstunde. Wie kann ich mich auf diesen Termin vorbereiten? Welche Unterlagen benötige ich?

Sie benötigen neben der Chipkarte der Krankenversicherung einen Überweisungsschein,  adressiert an die "Kindernephrologie". Auf dem Überweisungsschein ihres Kinderarztes sollten Informationen zu Vorstellungsgrund, bzw. eine Fragestellung formuliert sein. Bringen Sie bitte alle zur Problematik ihres Kindes erhobenen Vorbefunde mit: Laborbefunde von Blut- und Urinproben, Ultraschallbefunde, Vorbefunde von stationären Aufenthalten außerhalb unseres Hauses. Wir benötigen bei der ersten Vorstellung auch das "Gelbe Heft" mit den Vorsorgeuntersuchungen.

Seien Sie bitte pünktlich! Geben Sie uns bitte auch rechtzeitig Bescheid, wenn Sie einen Termin nicht wahrnehmen können. Wir vergeben dann diesen Termin an dringliche Patienten weiter und organisieren für Sie einen neuen Termin.

Wo findet die kindernephrologische Sprechstunde statt?

Unsere Sprechstunde findet in der Universitätskinderklinik Leipzig, in unserer Poliklinik mit Notaufnahme statt. Nach offizieller Anmeldung mit Chipkarte wird Ihnen der Weg ins unser Sprechstundenzimmer - entlang den blauen Luchen, Raum E0066, oder entlang den gelben Lurchen, Raum E0035 -  gezeigt. Bitte bei Ankunft an diesem Raum an die Tür klopfen. Die zuständige Schwester wird Ihnen die Tür öffnen und das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen. ​

Adresse: Klinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche; Liebigstraße 20a, 04103 Leipzig

Ich habe im Rahmen der Vorstellung einen Termin zu Sonografie oder MCU-Untersuchung. Wie ist der Ablauf dann?

Für die Durchführung der Untersuchung wird ein Klinischer Auftrag benötigt. Dieser wird von uns digital ausgestellt​ ​nachdem Ihr Kind für unsere Sprechstunde an diesem Tag angemeldet wurde.  Anschließend erfolgt die Untersuchung in der Kinderradiologie, zu dieser gelangen Sie, wenn Sie  Wir bitten Sie, den lila Lurchen auf dem Boden folgen. Die erhobenen Befunde besprechen wir mit Ihnen anschließend ausführlich in unserer Sprechstund​e, dazu bitten wir Sie zum Untersuchungsraum zurück zu kommen.

Mein Kind hatte eine MCU (Miktionszystourethrografie) erhalten. Was sollten wir beachten?

Die Miktionszystourethrografie (MCU) ist eine Röntgenuntersuchung der Blase und der Harnröhre mit Kontrastmittel.

Die Untersuchung wird ​empfohlen bei Verdacht auf

  • funktionelle Blasenentleerungsstörung,
  • Harnabflussstörung, bei der die Ursache unterhalb der Blase liegt, z. B. eine Einengung der Harnröhre oder "Harnröhrenklappe"
  • vesiko-ureteraler Reflux, also unnatürliches Zurückfließen von Harn aus der Harnblase in den Harnleiter oder sogar in das Nierenbeckenkelchsystem

Bei der Untersuchung wird ein dünner Blasenkatheter über die Harnröhre eingeführt und darüber ein wasserlösliches Kontrastmittel langsam in die Harnblase gefüllt. Während der Füllung werden einzelne Röntgenaufnahmen gefertigt. Wenn die Blase voll ist, entfernt man den Blasenkatheter und das Kind hat den Drang die Blasse zu entleeren. Dies ist ausdrücklich erwünscht, da während der Miktion die Harnröhre gut dargestellt werden kann.

Das Kind wird zur Untersuchung in der Regel nicht sediert, Nüchternheit ist nicht gewünscht. Ein Elternteil kann während der Untersuchung das Kind begleiten.

Der Blasenkatheter wird unter sterilen Bedingungen gelegt, trotzdem können Keime aus der Harnröhre in die Blase gefördert werden und zur Harnwegsinfektion führen. Aus diesem Grund raten wir zu einer oralen antibiotischen Behandlung für 3 Tage ab dieser Untersuchung. Falls Ihr Kind bereits eine prophylaktisch antibiotische Therapie erhält, erhöhen wir die Dosis der bestehenden Medikation für 3 Tage.

Falls dennoch Fieber, Bauchschmerzen oder Schmerzen beim Wasserlassen auftreten, sollte umgehend eine Urinuntersuchung erfolgen.

Wir sollen Sammelurin mitbringen. Wie geht das?

Patienten mit Eiweiß im Urin oder mit Nierensteine sollen gelegentlich zu Hause Urin sammeln und diesen zur Untersuchung mitbringen. Sie erhalten sowohl einen Sammelbehälter (mit gelben Deckel oder mit grünem Deckel und Säurelösung) als auch die genaue Information zum Sammeln in unserer Sprechstunde.

Wichtig ist, dass während der Sammelzeit JEDE EINZELNE URINPORTION KOMPLETT in das Sammelgefäß gefüllt wird. Die Sammelzeit muss dokumentiert werden: mit der letzten Miktion in der Toilette fängt das Sammeln in der Blase an (Sammelbeginn) und mit der letzten Urinportion in den Behälter endet die Sammelzeit. Es muss nicht unbedingt 24 Stunden gesammelt werden und die Ernährung bzw. die Trinkmenge sollte nicht anders sein als an normalen Tagen.

Gerade bei Schulkindern ist es ratsam am Wochenende zu sammeln, da das Mitführen des Sammelbehälters und ein korrektes sammeln aller Portionen während des Unterrichts nicht zumutbar ist. 

Kontrolle der Medikamentenspiegel bei organtransplantierten Kindern:

Kinder mit Nierentransplantat werden immer, Patienten mit einer Glomerulonephritis / Nephritis oder Vaskulitis in bestimmten Fällen, mit sogenannten Immunsuppressiva - also mit Medikamenten, die das körpereigene Abwehrsystem beeinflussen - behandelt.

J​eder Mensch kann diese Medikamente unterschiedlich schnell abbauen und sowohl zu wenig als auch zu viel dieser Wirkstoffe potenziell schädlich für die Kinder ist, ​wird die Behandlung mithilfe von Talspiegelbestimmungen gesteuert. (Talspiegel ist der Blutspiegel der Wirkstoffe direkt vor Einnahme der nächsten Dosis.) Die Immunsuppressiva müssen sehr zuverlässig in exakt 12 oder 24 Stunden Abstand eingenommen werden (wenn morgens um 8 Uhr dann auch abends um 20 Uhr). Darum werden Termine mit Spiegelkontrolle immer am Morgen, vor 10 Uhr,  oder Abends nach 18:00 Uhr ​vereinbart.

Wir bitten alle Patienten und ihre Eltern darauf zu achten, am Morgen der Vorstellung diese Medikamente zu Hause NICHT EINZUNEHMEN, sondern sie mitzubringen und erst nach der Blutentnahme zu nehmen. Die Kinder müssen zu Blutentnahme NICHT NÜCHTERN kommen und alle weiteren Medikamente können auch eingenommen werden.

Liebigstraße 20a, Haus 6
04103 Leipzig
Leitstelle:
0341 - 97 26242
Fax:
0341 - 97 26229
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